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Zur Eigenart der Grenzregion

Zur Eigenart der Grenzregion
Data publikacji: 2018-10-30 11:31
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Im Grenzgebiet treffen die administrativen Grenzen beider Staaten aufeinander und tragen zur Entwicklung der deutsch-polnischen gesellschaftlichen Koexistenz bei. Das geschieht auf der Grundlage des EU-Rechts, der Rechtsordnungen beider Staaten sowie landesweiter Regelungen, die lokale Milieus allerdings den realen Verhältnissen in der Grenzregion anpassen. Das Bild vom Nachbarn beeinflusst die verschiedensten Entscheidungen. Soweit es das ganze Land betrifft, wird dieses Bild überwiegend von der landesweiten, bzw. bundesweiten Politik und den überregionalen Medien gestaltet.

In der Grenzregion trifft es jedoch auf lokale Gegebenheiten, die durch alltägliche Kontakte mit den Nachbarn geprägt sind. So entstehen spezifische Fragen. Welche Rolle spielt das Bild vom Nachbarn in der Grenzregion? Welche Einflüsse sind dabei von entscheidender Bedeutung? Sind die Bewohner des Grenzgebiets offener für Kontakte mit den Nachbarn als die statistischen Bürger*innen beider Länder? Der Intuition folgend ist es wohl so. Aber das sollte genauer untersucht werden.

Seit 2000 wird regelmäßig das „Barometer Deutschland – Polen“ veröffentlicht. Es basiert auf wissenschaftlichen Untersuchungen der Meinungen von Polen und Deutschen über sich und die gegenseitigen Beziehungen. Erstellt werden sie vom Warschauer Institut für öffentliche Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit der Konrad Adenauer Stiftung und anderen Stiftungen in Polen. Vor einigen Monaten wurde das Ergebnis der neuesten Untersuchung veröffentlicht, verantwortet und herausgegeben von Agnieszka Łada und Gabriele Woidelko.

Dr. Agnieszka Łada präsentierte das „Barometer 2018“ im September in Pasewalk und Stettin. In der folgenden Diskussion wurde ein spezifischer Mangel an Informationen kritisiert. Es gab Fragen, auf die das „Barometer 2018“ keine Antworten geben konnte. Zum Beispiel: Kennen sich Polen und Deutsche in der Grenzregion besser als die übrigen Bewohner beider Länder? Inwieweit teilen sie die sich allgemein herausbildenden, gegenseitigen Stereotype? Wie beeinflussen die allgemeinen politischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten die Entwicklung der gesellschaftlichen Verhältnisse im Grenzgebiet?

Diskussionsteilnehmer*innen wollten mehr darüber wissen, wie sie als spezifische Gesellschaft der Grenzregion zu beschreiben wären. Sie wünschten sich ein „Barometer“, das sich auf die realen Gegebenheiten der deutsch-polnischen Grenzregion bezieht.

Hervorgehoben wurde, dass das Wissen über sich selbst und die Nachbarn nicht nur für spezialisierte Institutionen der überregionalen deutsch-polnischen Zusammenarbeit wichtig sei. Es sollte auch für die Grenzbewohner und die lokale Politik ein Instrument sein, das helfen kann konkrete Anstrengungen zu entwickeln – zum Beispiel in Bezug auf die zunehmende polnische Ansiedlung in deutschen, grenznahen Ortschaften. In diesem Zusammenhang gebe es konkrete Fragen. Warum stoße die von deutschen Behörden stark unterstützte Einwanderung polnischer Familien in benachbarte deutsche Landkreise bei der dortigen einheimischen Bevölkerung oft auf Unverständnis? Vielleicht deswegen, weil sie sich in ihren kleinen Gemeinschaften mit einer anderen Kultur und Sprache auseinandersetzen müssten? Das läge nahe, aber wichtig wäre eine begründete Diagnose.

Zu hören war auch, die Integration der Einwohner werde behindert, wenn die grenznahen deutschen Ortschaften in die Rolle des Schlafzimmers der Stadt Stettin gedrängt würden. Dieser Prozess werde manchmal auch als Kolonisierung der Vororte beschrieben, ohne Verständnis für die Schaffung von Bedingungen eines freundschaftlichen Zusammenlebens. Fragt sich also, wie ein gemeinsames Wissen über sich und die Nachbar*innen potentielle gesellschaftliche Konflikte mildern, und ein Feld für Zusammenarbeit öffnen könnte.

Untersuchungen in der Grenzregion sollten Antworten auf solche Fragen geben. Das Institut für öffentliche Angelegenheiten erklärte sich damit einverstanden. In der nächsten Zeit sollen Finanzierungsmittel für ein Projekt beantragt werden, in dem es um eine allseitige Untersuchung der gegenseitigen Wahrnehmung der Nachbarn in der Grenzregion gehen soll – in Verknüpfung mit dem „Barometer“.

Julita MIŁOSZ-AUGUSTOWSKA

Marcin PRZYBYSZ

Die Autorem sind Gründer des Instituts für deutsch-polnische Studien in Szczecin

Aus dem Polnischen von Ruth HENNING

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