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Jubiläumsfeier mit Havarie

Jubiläumsfeier  mit Havarie
Data publikacji: 2019-03-28 12:28
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Obwohl das Jubiläum der altehrwürdigen und einstigen Haupteisenbahnlinie zwischen den Metropolen Berlin und Szczecin (Stettin) schon 2018 stattfand: Erst am 15. März 2019 ist es Vertretern aus der Lokalpolitik des Amtsbereiches Gartz (Oder) – allen voran Amtsdirektor Frank Gotzmann – mit finanzieller Unterstützung der Euroregion Pomerania e.V. gelungen, das Streckenjubiläum mit einer Sonderzugfahrt zu würdigen.

Von Berlin-Lichtenberg über Bernau bei Berlin, den Knotenbahnhof Angermünde und den Grenzbahnhof Tantow ging es in die polnische Hafenmetropole und die „Vorstadt” Police (Pölitz). 500 Fahrkarten wurden kostenfrei an Bahninteressierte abgegeben, es dürfte inklusive Stehplätze noch manch „blinder Passagier” an Bord gewesen sein. Es verkehrte eine Dampflok der Baureihe 03 (Baujahr ca. 1930) mit Wagons der Deutschen Reichsbahn (DR).

Im Jahr 2019 ist man zwischen Berlin und Szczecin fast immer noch so lange unterwegs wie zu Dampflokzeiten. Das einstige zweite Gleis wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgebaut. Seitdem gab es kaum nennenswerte Investitionen in den Unterbau und den Gleiskörper. Immerhin, nun ist im aktuellen Bundesverkehrswegeplan ein zweigleisiger, elektrifizierter Ausbau auf Tempo 160 bis allerspätestens 2025 in Planung. Nach Abschluss des Ausbaus soll man schätzungsweise nur noch rund eine anstatt zwei Stunden für die Strecke brauchen. Auch beispielsweise die Verbindungen nach Kołobrzeg (Kolberg) oder Świnoujście (Swinemünde) werden davon profitieren.

Bis dahin heißt es für die täglich tausende Pendler und Touristen zumeist in Angermünde umsteigen und darauf hoffen, dass der Anschlusszug wartet oder es nicht an einem der unbeschrankten Bahnübergänge auf polnischer Seite „mal wieder” zu Unfällen kommt.

Die Zugfahrt, welche von strahlenden Kinderaugen, guter Laune und viel Nostalgie geprägt war, fand auf ihrer Rückfahrt am Grenzbahnhof Tantow ein unglückliches Ende. Ersten Vermutungen nach hieß es, die Lok habe in Police zu wenig Wasser getankt. Schließlich nach einer abschließenden Untersuchung war nach offiziellen Angaben von einem Reglerschaden die Rede.

Anstatt gegen 14.30 Uhr mussten die Fahrgäste bis 20 Uhr am Abend verharren und auf eine Notlok aus Berlin warten, die den Sonderzug abschleppte. Immerhin war es wohlig warm in den Wagons und auch Getränke und Bockwurst waren noch reichlich vorrätig. Die Feuerwehr und die Bundespolizei sowie der Rettungsdienst waren begleitend anwesend.

Mit knapp fünf Stunden Verspätung wurde der Heimatbahnhof Berlin-Lichtenberg erreicht. Die Ursache für den Ausfall der Lok soll eingehend untersucht werden.

Andreas SCHWARZE/Polen.pl

Der Autor stammt gebürtig aus Berlin-Pankow, lebt seit seiner Kindheit im Amtsbereich Gartz (Oder), unmittelbar an der deutsch-polnischen Staatsgrenze. Er ist verantwortlicher Redakteur für grenzübergreifende Themen beim unabhängigen Nachrichtendienst „Polen.pl”, Lokalreporter, Fotoartist und kennt Szczecin und das polnische Umland wie seine Hosentasche. Seine Tochter Patrycja wächst zweisprachig auf.

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