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Siedlungen der Berliner Moderne (1)

Siedlungen der Berliner Moderne (1)
Data publikacji: 2018-08-30 12:26
Ostatnia aktualizacja: 2018-08-30 12:26
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In der letzten Ausgabe von „Über die Grenzen” vom 26. Juli haben wir den ersten Teil einer Artikelreihe von Paulina Schulz-Gruner abgedruckt. Sie ist sechs Siedlungen der Moderne in Berlin gewidmet, die 2018 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Die Autorin stellte die Siedlungen Gartenstadt Falkenberg und die Siedlung Schillerpark vor, nun präsentiert sie vier weitere.

Großsiedlung Britz – Hufeisensiedlung

Erbaut 1925 bis 1930, unter der Leitung von Bruno Taut und Martin Wagner, mit Mitwirkung der Gartenarchitekten Leberecht Migge und Ottokar Wagler.

Sie befindet sich im Bezirk Neukölln, Ortsteil Britz, an der Fritz-Reuter-Allee. Diese Siedlung ist geradezu exemplarisch, wenn man von den Siedlungen der Berliner Moderne spricht. Sie wurde zwischen 1925 und 1930 geschaffen und war die erste deutsche Großsiedlung mit mehr als 1000 Wohnungen. Unter dem Namen „Hufeisensiedlung”, abgeleitet von ihrer auffälligen Form, wurde sie zu einem Symbol für ein menschenfreundliches Wohnen.

Auch diese wurde von Bruno Taut und Martin Wagner entworfen; hier konnte Taut seine bereits in der Gartenstadt Falkenberg ausprobierten Ideen weiterverfolgen, vor allem das Spiel mit Symmetrie und Asymmetrie und den mutigen Einsatz von Farbe. Das Auffälligste an der Britzer Siedlung ist jedoch ihre Form, in der ein Bogen aus halbkreisförmig verlaufenden Gebäuden eine weitläufige Grünfläche mit einem Teich umschließt, in der man hervorragend entspannen kann.

Übrigens kann man sich innerhalb der Hufeisen-Siedlung in ein Haus aus jener Epoche einmieten, das Taut-Haus, und dort eine Zeitreise in die zwanziger Jahre unternehmen. Infos unter www.tautes-heim.de

Wohnstadt Carl Legien

Erbaut 1928 bis 1930, Ortsteil Prenzlauer Berg, Erich-Weinert-Straße und weitere, erreichbar mit der S 41 bis Prenzlauer Allee.

Auch diese Siedlung wurde von Bruno Taut entworfen, zusammen mit Franz Hillinger, und ist die kompakteste und urbanste unter den Berliner Siedlungen. Hier konnte der Architekt keine so freie, offene Struktur verwirklichen, da er durch die ursprüngliche Bebauung eingeschränkt war, doch dennoch gelang Taut und Hillinger ein ästhetisch sehr ansprechender Komplex, durchgegliedert in sechs große, tiefe Wohnhöfe. An den Häusern begeistern die geschwungenen Ecken mit offenen Balkonen und die frischen Farben. Die Anlage wirkt elegant und leicht, und konnte in den vergangenen Jahren historisch gerecht restauriert werden.

Weiße Stadt

Entstanden zwischen 1929 und 1931 im Ortsteil Reinickendorf (erreichbar mit der Linie U 8, Paracelsus Bad) zwischen der Aroser Allee, Emmentaler Straße, Schillerring u.a.

Ursprünglich „Schillerpromenade” genannt, wurde diese Siedlung schon bald unter dem Namen „Weiße Stadt” zum Inbegriff des modernen Bauens. Die Architekten waren Otto Rudolf Salvisberg, Bruno Ahrends und Wilhelm Büning, unter Mitarbeit des Gartenarchitekten Ludwig Lesser.

Sie realisierten eine Siedlung mit einem Toreingang und einem Brückenhaus, prägnanten kubischen Gebäudeformen und leuchtend weißen Fassaden, die sich klar von der Umgebung abheben. Die bunt akzentuierten Details wie Eingangstüren, Fensterrahmen und Regenrinnen lassen das Weiß der Mauern noch strahlender wirken. Über der Aroser Allee prangt immer noch das vierstöckige Brückenhaus, das zu einem Symbol der Weißen Stadt geworden ist.

Großsiedlung Siemensstadt – Ring-Siedlung.

Sie entstand zwischen 1929 und 1934 im Ortsteil Charlottenburg-Wilmersdorf und Ortsteil Siemensstadt zwischen der Goebelstraße, Jungfernheideweg u.a.

Die Architekten waren Otto Bartning, Fred Forbat, Hugo Häring, Paul-Rudolf Henning, Hans Scharoun und Walter Gropius, sowie der Gartenarchitekt Leberecht Migge, was dem Projekt von Anfang an einen besonderen Charakter gab. Bekannte Baukünstler konnten hier ihre Visionen realisieren und begründeten ihren internationalen Ruhm. Der Stadtbaurat Martin Wagner, der die Arbeitsgemeinschaft leitete, gab jedem Architekten die Möglichkeit, sich in seinem Siedlungsteil zu verwirklichen. So sind die einzelnen Teile in ihrer Gestaltung klar erkennbar und zeugen von den revolutionären Ideen ihrer Erbauer, für die sie international berühmt wurden.

Die Siemensstadt ist wohl die modernste und abstrakteste der Berliner Siedlungen, mit einem vielgestaltigen Bild des Neuen Bauens. Besonders reizvoll ist dabei die unmittelbare Nähe zum Volkspark Jungfernheide.

Alle Siedlungen sind gut zu erreichen und verfügen über Welterbe-Infopoints, wo man sich über die Geschichte der Orte informieren kann. Für Berlin-Besucher eine besondere Sehenswürdigkeit, die einen anderen Blick auf die Stadt schenkt.

Paulina SCHULZ-GRUNER

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