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Gute Beziehungen zwischen den Städten

Gute Beziehungen zwischen den Städten
Data publikacji: 2017-12-27 22:39
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In den lokalen deutsch-polnischen Kontakten ist von der Abkühlung der bilateralen Beziehungen auf Regierungsebene nichts zu spüren. Eher kann man den Eindruck gewinnen: Je schwieriger die Situation zwischen den Regierungen gibt, desto größer das Engagement in der Zusammenarbeit zwischen Städten, Regionen, Gemeinden und Bürgern.

Mehr als tausend Partnerschaftsvereinbarungen gibt es zwischen polnischen und deutschen Städten und Gemeinden, soviele wie nirgends in Europa. Das formale Potential zum Aufbau guter Beziehungen ist also enorm, befand man auf der deutsch-polnischen Städtepartnerschaftskonferenz im Roten Rathaus in Berlin Ende November. Private Beziehungen, die in den letzten Jahrzehnten zwischen beiden Gesellschaften entstanden sind, seien die Stützen der offiziellen Vereinbarungen, sagte der Posener Stadtpräsident Jacek Jaśkowiak. „Am wichtigsten für unsere Beziehungen sind die 80.000 deutsch-polnischen Ehen und all die Verbindungen, die sich zwischen Unternehmerinnen, Sportlern, Schülerinnen und Studierenden gebildet haben. Sie sorgen dafür, dass die Beziehungen echt sind, gut und freundschaftlich, unabhängig davon, was für eine Regierung wir im jeweiligen Moment haben”. Für den Ausbau der Beziehungen stehen auch Warschau und Berlin, die ihr 25-jähriges Partnerschaftsjubiläum in ungewöhnlich großem Stil begingen – so als trotzten sie der gegenwärtigen politischen Situation. Verkörperung der Zusammenarbeit und gleichzeitig ein beide Gesellschaften verbindender Erinnerungsort sollen die in Warschau geplanten Deutsch-Polnischen Gärten sein, an denen sich die Deutsche Botschaft beteiligt. Ähnliche Gärten sollen in Berlin entstehen, im kommenden Jahr sind dazu Gespräche geplant.

Teilnehmer des Diskussionspanels „Städte als Innovationsorte der Zukunft” wiesen darauf hin, dass Städte zumeist viel mehr verbindet als politische Interessen. Denn es gibt viel mehr Parallelen, als es auf den ersten Blick scheint. Humankapital konzentriert sich ähnlich, die Zuwanderung aus ländlichen Gebieten ist stark und damit auch einhergehender Wohnungsmangel. Die Entwicklung der städtischen Infrastruktur kann nicht Schritt halten mit den wachsenden Einwohnerzahlen. In den letzten Jahren gibt es auch zunehmend Probleme mit der öffentlichen Sicherheit. „In schwierigen Zeiten gewinnt die internationale Zusammenarbeit zwischen Städten besonders an Bedeutung”, sagte Berlins Oberbürgermeister Michael Müller. Vertreter anderer Städte und Gemeinden aus Polen und Deutschland stimmten ihm zu.

Ein weiteres Panel beschäftigte sich mit den Entwicklungsmöglichkeiten einer breit verstanden Innovativität. In dem Bereich holen Polens Städte gegenüber den hoch entwickelten westlichen Metropolen auf. Innovativität bedeute nicht nur technologischer Fortschritt, sondern auch Engagement von Bewohnern zugunsten der lokalen Gemeinschaft, sagten Diskutanten. Die Stimme der Bürger wahrnehmen, Bürgerinitiativen einbinden bei der Lösung von Problemen, die sie unmittelbar betreffen – das sei heute genauso Kennzeichen einer modernen Gesellschaft wie neue Technologie. Und obwohl in Deutschland nachbarschaftliche Aktivität sehr entwickelt ist, tut sich auch in polnischen Städten viel in dem Bereich. Seit Jahren wird die Idee des Bürgerbudgets verwirklicht. In Deutschland gibt es das nur sehr selten.

Die deutsch-polnische Städtepartnerschaftskonferenz zog zwar in diesem Jahr nicht ein so massenhaftes Publikum an wie 2016, als der damalige deutsche Außenminister und jetzige Präsident Frank Walter Steinmeier am Abend die Polonia empfing.

Die diesjährige Konferenz zeigte jedoch, dass auf lokaler Ebene ein großer Wille da ist, gegenseitige Kontakte zu entwickeln und Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Beziehungen zwischen Kommunen müssen eben nicht die Wirren der internationalen Politik widerspiegeln.

Monika STEFANEK

Photo. Monika STEFANEK

Polnische Journalistin, lebt in Berlin, Schwerpunkte: deutsch-polnische Grenzregion, deutsch-polnische Beziehungen.

Aus dem Polnischen von Nancy Waldmann

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