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Von Cedynias Türme bis vor die Tore Berlins

Von Cedynias Türme  bis vor die Tore Berlins
Data publikacji: 2017-12-27 22:38
Ostatnia aktualizacja: 2017-12-28 20:43
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Ich bin Gästeführer der Polnischen Gesellschaft für Tourismus und Landeskunde (PTTK) und möchte einen neuen grenzubergreifenden Themenweg ins Leben zu rufen. Zu meiner Freude hatte der Direktor des Kultur- und Sportzentrums in Cedynia Andrzej Łazowski eingeladen, diesen neuen Weg gemeinsam zu erschließen und zu beschreiben.

Er soll zwischen Stettin und Berlin beiderseits der Oder durch Ortschaften führen, in denen sich Aussichtstürme, Kirchtürme oder Wehrtürme finden, die Touristen zugänglich sind. Schon ihre besonderen Lagen garantieren jedem Besteiger dieser Türme einen weiten, nicht alltäglichen Blick ins Land. Partner bei der Schaffung dieses Themenweges sind das Kultur- und Sportzentrum Cedynia (Zehden), die Gemeinde Bahn, das Kulturhaus Chojna (Königsberg/Neumark) und das Stadtmuseum Schwedt/Oder.

Vor Kurzem gab es eine Studienreise entlang des ersten Abschnitts auf dem Weg der Türme. Geführt wurde sie durch den hervorragenden Kenner der Region Andrzej Kordylasiński. Die Reise begann in Cedynia (Zehden) mit dem 1895 erbauten Aussichtsturm. Von seiner Spitze hat man einen wunderbaren Blick weit über das Odertal. Man schaut in Polen über die Stadt Cedynia, in den zwischen Stadt und Oder liegenden Polder, oder auf den 4,5 km entfernt liegenden Berg Czcibora. Und auf deutscher Seite erstreckt sich der Blick hinüber nach Hohensaaten, Lunow, hin zum Städtchen Oderberg, ja bis in das Kurbad Bad Freienwalde und, bei guter Sicht, nach Norden bis nach Schwedt.

Zweite Station war Hohenlübbichow, wo sich eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert mit einem romanischen, durch ein Schachbrettmuster gekröntes Portal erhalten hat. Steigt man über eine der beiden Treppen hinauf in den 1880 erbauten Turm, so erstreckt sich der Blick über die Ortsanlage, bis hin zum im 18. Jahrhundert erbauten Gutshaus und seinen angrenzenden Park. Der Turm bedarf leider erst einer grundlegenden Sanierung, bis er als feste Station in den Themenweg aufgenommen werden kann, schließlich ist die steinerne Balustrade an der Aussichtsplattform nicht gerade Vertrauens erweckend.

Die nächste Station war Chojna (Königsberg/Neumark) und die berühmte Marienkirche. Von der Spitze des renovierten Turmes, des zweithöchsten Kirchturms der Woiwodschaft, aus einer Höhe von mehr als 100 Metern, erstreckt sich ein unvergesslicher Blick weit über die Stadt bis zum Horizont.

Der erste Reisetag endete in Swobnica (Wildenbruch), einst Sitz des Templerordens, dann der Johanniter und schließlich der Herrscher der Neumark. Im 13. Jahrhundert erbauten die Ordensritter hier ein Schloss. Der erhaltene, mächtige Eckturm mit einer Höhe von 30 Metern ist renoviert und Besuchern zugänglich. Der Blick erstreckt sich auf den malerischen, nahe gelegenen See und über die Wälder, die sich im Herbst in ganzer Farbenpracht zeigen.

Nach der Übernachtung im Polnisch-Deutschen Bildungs- und Begegnungszentrum begann die Reise auf der anderen Seite der Oder. Wir begannen in Schwedt, wo der Turm der Stadtkirche Skt. Katharinen zugänglich ist. Von ihm aus erstreckt sich der Blick über den Schwedter Polder, den Kanal und schließlich die Oder mit ihrer Grenzbrücke hinüber ins polnische Krajnik Dolny (Nieder Kränig). Während zur anderen Seite die Umgebung Schwedts zu betrachten ist mit ihren dynamischen Fabriken wie der Raffinerie und den Papierfabriken.

Unsere Trasse führte weiter nach Stolpe, heute ein Ortsteil der Stadt Angermünde. Hier ist ein wirklich bemerkenswerter Festungsturm gelegen, einer der mächtigsten Rundtürme Europas mit einem Durchmesser von 18 Metern und einer Mauerstärke von bis zu 6 Metern. Hoch oben steht er, auf einem Hügel direkt am Oderufer, dort wo bereits im 8. Jahrhundert slawische Ukranen eine Burg errichtet hatten. Am Ende des 12. Jahrhunderts, als das pommersche Herzogtum zu Dänemark gehörte, ließ König Knut VI. diesen Turm errichten. Der Blick von hier schweift weit hinein in das Odertal und bietet einen der atemberaubendsten Anblicke in brandenburgischer Landschaft.

Der letzte Ort dieses ersten Teils des Themenweges endete in Bad Freienwalde, Brandenburgs ältestem Kurort. Hier, am westlichen Oderufer, finden sich gleich vier Aussichtsplätze. Erklimmt ein Kurgast oder ein Besucher gleich alle vier, so wartet auf ihn ein richtiges Diplom. Auf den 28 Meter hohen Bismarckturm, der zur Ehre des eisernen Kanzlers 1885 erbaut wurde, führen 112 Stufen. Wer ihn ersteigt, der kann sich über den weiten Blick in die malerische Landschaft des Oderbruchs freuen.

Unsere herbstliche Studienreise war ein erster Schritt auf dem neuen Themenweg. Im kommenden Frühjahr geht es weiter, hinein in die Region rund um Eberswalde. Doch schon jetzt steht fest, das aus unseren gesammelten Eindrücken ein neuer Reiseführer entlang des deutsch-polnischen Weges der Türme entstehen wird.

Zygmunt Piotr CYWIŃSKI

Photo. Andrzej ŁAZOWSKI

Freier Journalist, Gästeführer, lebt in Stettin

Aus dem Polnischen Mathias ENGER

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Komentarze

obserwator
zyguś dałeś sie tak wmanewrować kordylasowi...
2017-12-28 19:43:43

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