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Stettiner Gespräche

Stettiner Gespräche
Data publikacji: 2018-12-27 12:58
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Im Scheinwerferlicht der Pommerschen Bibliothek in Stettin saßen zwei, die sich kannten – Adam Krzemiński, Redakteur beim polnischen Wochenmagazin „Polityka“, sprach mit Gunter Hofmann, ehemals Chef der Hauptstadtredaktion der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“.

Eingeladen hatten die Pommersche Bibliothek, Marszałek Olgierd Geblewicz und die „Polityka“ zu einem weiteren Abend in der Reihe „Stettiner Gespräche”. Gunter Hofmanns erst jetzt auf Polnisch erschienenes Buch „Polen und Deutsche. Der Weg zur europäischen Revolution 1989/90” bildete den Rahmen. Den etwa 50 Zuhörern gab Gunter Hofmann einen spannenden Einblick in die Welt der großen Politik.

„Bücher über die neueste Geschichte Europas füllen ganze Bibliotheken“, sagte Hofmann. „Viele wurden von den damaligen Akteuren geschrieben. Mit ihrem subjektiven Blick wollen sie sich selbst ins Licht stellen und glauben daran, die historische Wahrheit zu schreiben“. 

Hofmann erzählte von den Gesprächen ohne Diktiergerät, die er mit Willy Brand, Helmut Schmidt, Bronislaw Geremek und vielen anderen geführt hatte.

„Immer mehr wuchs in mir die Überzeugung, dass die Wahrheit in den Nuancen zu finden sei, nicht in den Reden. Die kleinen Unterschiede waren das Wichtigste. Es beeindruckte mich, mit welcher inneren Unabhängigkeit und Selbstkritik viele Politiker 20 Jahre später ihre damaligen Standpunkte betrachten”, sagte Hofmann.

Fehler und falsche Entscheidungen kamen auch bei den „Stettiner Gesprächen” zur Sprache.

Politiker, so Adam Krzemiński, kochen auch nur mit Wasser. Was offiziell kaum gesagt wird, hört man am Tisch immer wieder. Willy Brandts falsche Einschätzung der Werftstreiks zum Beispiel, oder Merkels Bewunderung für die Massenbewegung Solidarność, die Ende der 80er Jahre, den Weg für ein vereintes Europa ebnete.

Das Ja Polens zur deutschen Einheit und das Ja Deutschlands zur polnischen Westgrenze, so Hofmann, zwangen die Supermächte zum Handeln. Denn, zitiert er den verstorbenen Bronisław Geremek, „viel zu lange habe es zwei Europas und einen Westen gegeben”.

Mathias ENGER

Freier Journalist, Stettin

Adam Krzemiński (links) und Gunter Hofmann

Foto: Grzegorz SIWA

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