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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Hoffnung stirbt zuletzt
Data publikacji: 2019-01-31 13:36
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Gartz liegt an der Oder und mitten in Schengenlandia. In den Orten der Gemeinde leben heute Deutsche und Polen Tür an Tür. „Dank unserer polnischen Mitbürger sind die leeren Häuser wieder saniert”, hört man die Gartzer sagen, oder: „Wo ist bei uns denn noch eine Autowerkstatt? Aber der eine Pole im Dorf arbeitet in Polen in einer Werkstatt. Neulich hat er das Auto der Nachbarin mitgenommen und abends kam es repariert zurück.”

Von Gartz ins südlich gelegene Berlin sind es 120 Kilometer. 30 Kilometer nördlich von Gartz liegt die Großstadt Stettin. Die aber scheint unerreichbar, jedenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Darüber zumindest beschweren sich Gartzer Neubürgerinnen auf Polnisch. Sie und über 20 weitere Neu- und Alt-Gartzer sind am Abend in die Gemeindeverwaltung gekommen, um mit Experten aus Potsdam und Berlin über Bus- und Bahnverbindungen in der Gemeinde zu diskutieren.

„Eine gute und zügige Anbindung an Stettin, eine zweigleisige Bahnstrecke wäre ein Schub für unsere Gemeinde. Weitere Neubürger kämen, Studenten aus Stettin könnten hier wohnen”, sagen sie. Aber was ist denn mit einer Buslinie zumindest bis zur Grenze oder gar bis nach Stettin?

„Wir haben die Konzession für eine internationale Buslinie nach Stettin 2004 zurückgegeben”, sagt Lars Böhme vom Verkehrsverbund. „Sie war unwirtschaftlich. Mit dem Uckertakt leisten wir seit 2012 Zubringerdienste zum schnelleren grenzüberschreitenden Schienenverkehr.”

Doch seit über 20 Jahren hört man hier, die Schiene muss ausgebaut werden, um attraktiv zu sein. „Man kann nur fahren, was die Infrastruktur hergibt”, sagt der Berliner Bahnexperte Lars Leister. Aber Hartwig Rolf vom Ministerium in Potsdam macht den Gartzern Hoffnung. „Politisch ist alles entschieden, da kommt keiner mehr raus, die Bahn wird zweigleisig ausgebaut.”

Nach Berlin und nach Stettin soll es danach im Halbstundentakt gehen. Auf die Fragen der Gartzer nach dem Wann, lautet die Antwort, der Ausbau werde wohl 2020 beginnen. Trocken erwidert ein Gartzer: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.”

Mathias ENGER


 Weitere Termine

Zusammenleben und Austauschen: Zweisprachigkeit in der Grenzregion.

Debatte mit: Lena Fleck (RAA Brandenburg), Dr. Anna Mróz (Universität Greifswald), Jeannette Stockmann de Caro (Kreisvolkshochschule Uckermark).

Moderation: Dr. Przemysław Jackowski. Donnerstag, 31.01.2019, 18:30 Uhr Amtsgebäude Gartz (Oder), Kleine Klosterstraße 153, 16307 Gartz (Oder).

21.02.2019 – Arbeiten und Leben: Landwirtschaft und Arbeit auf dem Land.

21.03.2019 – Bilden und Dableiben: Wieder eine Oberschule in Gartz (Oder)?

Die Veranstaltungen finden in deutscher und polnischer Sprache statt.

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