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Initiative für die Oder

Initiative für die Oder
Data publikacji: 2017-12-27 22:39
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Im November lud Niederschlesiens Wojewode mit der Kammerunion Elbe/Oder (KEO), dem Binnenschifffahrtsamt Breslau und den Wojewoden von Westpommern, Lubuskie und Oppeln zu einer Konferenz, auf der die „Initiative für die Oder” beschlossen wurde. Die Unterzeichner der Vereinbarung fordern von den Regierungen Polens, Deutschlands und Tschechiens ernsthafte Anstrengungen zur Entwicklung des Flusses Oder als Transportweg.

Während des Treffens, an dem u.a. Staatssekretärin Anna Moskwa, Ministerium für maritime Wirtschaft und Binnenschifffahrt in Warschau, Thomas Webel, Minister für Regionalentwicklung und Transport in Sachsen-Anhalt und der Berater des tschechischen Staatspräsidenten Petr Forman teilnahmen, wurde über die Herausforderungen bei der Entwicklung der Binnenschifffahrt und den sich daraus ergebenden Vorteilen für die Wirtschaft der Oder-Anrainer-Regionen gesprochen. Zwei Themenschwerpunkte wurden debattiert: „Die Oder als gemeinsame Angelegenheit” und „Die Oder als Chance für Wirtschaft und Handel”. An der ersten Debatte beteiligten sich Repräsentanten der polnischen Wojewodschaften, der deutschen Bundesländer und der mährisch-schlesischen Region Tschechiens. An der zweiten Debatte nahmen Vertreter von Unternehmen und Nicht-Regierungs-Organisationen teil. Regionalpolitiker stellten den gegenwärtigen Stand der Arbeiten zur Wiederherstellung der Binnenschifffahrt auf der Oder vor. Ein Schwerpunktthema war die Entwicklung des intermodalen Verkehrs (dabei geht es um Warentransporte auf verschiedensten Transportwegen), der aus der Sicht der Oder-Anrainer-Regionen die Zukunft bringt.

Für die Seehäfen Stettin und Swinemünde sollte der Zugang zum Wasserweg Oder ihre Konkurrenzfähigkeit wesentlich verstärken, schon deshalb, weil in der südlichen Ostsee nur sie über einen solchen Zugang verfügen. Trotzdem fallen heute lediglich fünf Prozent des Seehafenhinterlandverkehrs auf die Binnenschifffahrt als Transportweg.

„Westeuropäische Häfen wie Rotterdam und Antwerpen zeigen beispielhaft, wie der Transport auf Binnengewässern ihr Angebot hervorragend ergänzt”, hob Monika Woźniak-Lewandowska vom Vorstand der Seehäfen Stettin und Swinemünde SA hervor. „In diesen beiden Seehäfen wird das Potential der Binnenschifffahrt erfolgreich genutzt und es werden damit mehr als 50 % der Umsätze erzielt. Ähnliche Lösungen können auch in Stettin und Swinemünde umgesetzt werden”.

Laut Monika Woźniak-Lewandowska zeigen vom Vorstand der Seehäfen veranlasste Untersuchungen, dass der Warentransport durch die Binnenschifffahrt auf einer schiffbaren Oder jährlich bei mindestens zehn Millionen Tonnen liegen könnte. Die beiden Häfen hätten dann Zugang zu den drei preiswertesten und ökologischen Transportzweigen: Schiffahrt, Binnenschifffahrt und Bahn.

Der Seehäfenvorstand Stettin und Swinemünde SA verfolgt ehrgeizige Investitionspläne. Dazu gehört die Vertiefung der Fahrrinne Swinemünde-Stettin auf 12,5 Meter. In diesem Zusammenhang sollen auch die Anlegestellen in den Häfen angepasst werden, damit Schiffe mit größerem Tiefgang bedient werden können. Vor kurzem hat die Verwaltung der Häfen von PKN Orlen ein Grundstück von zehn Hektar gekauft, das zum Fährterminal in Swinemünde gehört. Dort sollen weitere LKW-Parkplätze geschaffen werden, denn der Warentransport via Fähre nach Schweden nimmt zu. Die Umsätze wachsen dort um zehn bis zwölf Prozent jährlich. Geplant ist der Bau eines neuen Kais im Außenhafen Swinemünde, auch für den Re-Export von Flüssiggas (LNG). Weiterhin ist die Rede von der Notwendigkeit, ein Container-Terminal in Swinemünde zu bauen.

Alle KonferenzteilnehmerInnen unterzeichneten die Erklärung „Initiative für die Oder”. Darin wird die Entwicklung der Binnenschifffahrt in Mitteleuropa und insbesondere die Wiederherstellung des Flusses Oder als Transportweg verlangt, sowie Erwartungen der Regionen an eine Weiterentwicklung der Binnenschifffahrt auf der Oder formuliert. Darüber hinaus wird daran erinnert, dass sich am 7. Juli 2019 der Tag des Beginns der planmäßigen Regulierung der Oder zum 200. Mal jährt (Bohumiński-Protokół – Protokoll über die beim Ausbaue des Oderstroms zu befolgenden Grundsätze; Protokoll von Oderberg).

In der Erklärung lesen wir: „Die Oder verbindet in unmittelbarer Weise Regionen in Polen, Deutschland und Tschechien und ist Teil eines Verkehrssystems, das nicht nur die Binnenschifffahrt umfasst, sondern ebenso den Zugang zu Seehäfen sicherstellt. Wir vertreten den Standpunkt, dass die Entwicklung der Oder, vor allem in den Grenzverläufen, für die wirtschaftliche Annäherung benachbarter Regionen und Staaten eine Schlüsselbedeutung hat. Es sei in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, dass die Binnenschifffahrt nicht nur für den internationalen Warenaustausch einen wesentlichen Beitrag leistet, sondern ebenso eine nachhaltige Verbesserung touristischer Wertschöpfungsprozesse in den Regionen zu bewirken vermag. Gleichzeitig werden durch die Entwicklung von Wasserstraßenkorridoren und Binnenschifffahrt nicht nur hohe Umweltstandards aufrechterhalten; sie werden sogar gefördert”.

Es gilt hinzuzufügen, dass die Oder-Wasserstraße vor allem in den Grenzverläufen, also zwischen Stettin und der Lausitzer Neißemündung, dem Fluss-Informationssystem RIS – River Information Service angehören soll. Zurzeit wird es im Abschnitt Stettin bis Ognica (Gemeinde Widuchowa) in Übereinstimmung mit der europäischen RIS-Direktive aus dem Jahr 2005 erprobt. Es handelt sich um ein System, dessen Grundbestandteile aus elektronischen Navigations-Karten bestehen, die über Schiffsbewegungen informieren. Die Kapitäne erhalten Kommuniqués, Wasserstandsmeldungen und hydrometeorologische Informationen. Das System (RIS) nutzen Schiffskapitäne, Dispatcher-Dienste und Verwaltungen, Operatoren des RIS-Systems, Logistiker und praktisch alle, die einen Internetzugang haben. Dank RIS erhöht sich die Sicherheit in der Binnenschifffahrt.

Elżbieta KUBOWSKA

Photo. Bogdan TWARDOCHLEB

Journalistin des Kurier Szczeciński. Fachgebiet: Maritime Wirtschaft und Binnenschifffahrt

Aus dem Polnischen von Ruth Henning

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